Donnerstag, 17. Mai 2018

Ticket für Gott hl

Losung: Der HERR wendet sich zum Gebet der Verlassenen und verschmäht ihr Gebet nicht. Psalm 102,18 

LehrtextJesus spricht im Gleichnis: Der Zöllner stand ferne, wollte auch die Augen nicht aufheben zum Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir Sünder gnädig! Ich sage euch: Dieser ging gerechtfertigt hinab in sein Haus. Lukas 18,13-14 

Liebe Leserin, lieber Leser,

     ich kann Gebete „herunterbeten“, nur damit ich meine angebliche Pflicht getan oder mein Gewissen beruhigt habe. Ich kann das Vaterunser herunterleiern, ohne dass mir daraus  auch nur eine einzige Bitte aus dem Herzen kommt. Ich kann in einem Gottesdienst die Gebete aus einem Buch ablesen, ohne mit dem Herzen dabei zu sein, nur zu dem Zweck, um der Gemeinde zu demonstrieren, dass ich lesen kann. Oder ich kann ein Gebet zu meinem Herzensanliegen machen und Gott meine tiefsten Gefühle und Gedanken sagen. Ein Gebet, das diesen Namen verdient, hat eben genau damit zu tun: mit dem Herzen, mit dem, was mich berührt und bewegt. Herzlose Gebete kann man getrost vergessen, weil Gott für sie kein Ohr hat. Ein aufrichtiges Gebet aber, es sei eine dringende Bitte oder ein Lob und Dank, nimmt Gott an. Davon bin ich überzeugt.
     Wer von Menschen verlassen ist, denn verlässt Gott nicht (Losung). Wem es leid tut, dass er sein Leben so oft ohne Gott lebt, dem wendet er sich zu (Lehrtext). So sagt es die Bibel. So will ich es glauben. Ich weiß ja, dass ich vor Gott nicht im Recht bin. Ich weiß um meine Schwächen, meine Defizite und mein Versagen. Wenn ich sie ihm sage und zeige, dann sind sie so etwas wie die Eintrittskarte in seine heilsame Gegenwart. Doch mit dem Ticket der Selbstgerechtigkeit und des religiösen Hochmutes bekomme ich keinen Zugang zu ihm.

Gebet: Herr, Tag und Nacht wenden sich zahllose Menschen unablässig an dich. Manche aus Verzweiflung, manche, weil sie einen Herzenswunsch haben. Manche, um dir zu danken. Auch ich reihe mich immer wieder ein, um dir zu sagen, wie es mir geht und was ich mir für mich und andere erhoffe. Ich vertraue darauf, dass du mich hörst und danke dir, dass du es so oft schon getan hast. Ich weiß aber auch, dass du meine Bitten so erfüllst, wie sie deinen Plänen und deinem Willen entsprechen. Gib mir die Geduld, so lange warten zu können, bis die Zeit reif ist, dass du hilfst. Mach mich bereit, das anzunehmen, was du mir gibst, auch wenn es nicht meinen Vorstellungen entspricht. Vor allem aber bleibe mir nahe und zugewandt wie auch denen, für die ich bitte. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

Mit Spracherkennung diktiert. Erkennungsfehler bitte melden, sie werden im Internet-Blog korrigiert.
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Alle bisherigen Losungsauslegungen kann man hier im Internet-Blog nachlesen: <http://glaubenswachstum.blogspot.com/>
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 Hans Löhr / Sommersdorf 5 / 91595 Burgoberbach

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