Mittwoch, 16. Mai 2018

unermesslich hl

Losung: Der HERR ist allen gütig und erbarmt sich aller seiner Werke. Psalm 145,9 

LehrtextAuch die Schöpfung (alle deine Geschöpfe) wird frei werden von der Knechtschaft der Vergänglichkeit zu der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes. Römer 8,21 

Liebe Leserin, lieber Leser,

denke doch bitte einmal darüber nach, welche Bibelworte und biblischen Geschichten deinen Glauben geprägt haben. Vielleicht kanntest du schon als Kind solche Geschichten, die dich besonders beeindruckt haben. Solche Worte und Geschichten haben dein Bild von Gott geformt. Aber auch, was Menschen dir gesagt haben. Gut, wenn sie dir so von Gott erzählt haben, wie es mit Jesus vereinbar ist. Schlecht, wenn sie dir mit Gott Angst gemacht haben, weil er dich strafen würde, falls du nicht so parierst, wie sie es gerne gehabt hätten. Solche negativen Vorstellungen von Gott haben sich in manchen Kinderseelen festgesetzt und den Glauben getötet oder sie vergiften ihn bis heute.
     Ich hoffe sehr, dass du solche Erfahrungen nicht gemacht hast. Aber auch wenn du kein klares Bild von Gott hast, weil man dir nur von einem alten Mann mit weißen Bart erzählt hat, kannst du es heute noch korrigieren oder sogar heilen. Und dazu dienen die jesusgemäßen Worte und Geschichten der Bibel.
Ein solches Wort ist die heutige Losung und mit ihr der ganze Psalm 145, aus dem sie kommt. Ich bringe es hier in seinem unmittelbaren Zusammenhang in einer neuen Übersetzung (HFA):
»Wenn die Menschen deines Volkes zurückdenken, werden sie deine unermessliche Güte besingen. Über deine Gerechtigkeit werden sie jubeln und rufen: »Gnädig und barmherzig ist der HERR; groß ist seine Geduld und grenzenlos ist seine LiebeDer HERR ist gut zu allen und schließt niemanden von seinem Erbarmen aus, denn er hat allen das Leben gegeben.« Darum sollen dich alle deine Geschöpfe loben.«
     Du kannst aber auch diesen Psalm Davids insgesamt lesen, weil er bis auf einen, für die Zeit vor Jesus typischen Seitenhieb auf die Gottlosen (Vers 20b) eines der schönsten Loblieder der Bibel ist. Zu den „Gottlosen“ ist Jesus den Evangelien zufolge zuallererst gekommen, nicht um sie hinzurichten, sondern um sie für Gottes Güte zu gewinnen.
     Denn unser schöner Glaube ist universal. Er schließt niemanden aus, sondern alle ein. »Grenzenlos ist Gottes Liebe« sagt David in seinem Psalm. Und weiter: »Der Herr ist gut zu allen und schließt niemanden von seinem Erbarmen aus, denn er hat allen das Leben gegeben.« Genau das ist die Begründung, warum der Gott der Verdammnis und der Strafe in Jesus überwunden ist. 
     Ist er auch in dir überwunden, oder führt er in deiner Seele noch sein schauriges Eigenleben? Gib ihm keinen Platz. Nimm aber den gütigen und gnädigen Gott in dir auf und vertraue ihm von ganzem Herzen. Sieh auch deine Mitmenschen daraufhin an, dass sie Gottes Geschöpfe sind, von ihm gewollt und von ihm geliebt – ausnahmslos!
     Im Lehrtext geht der Apostel Paulus sogar noch einen Schritt weiter, wenn er schreibt: »Alle Geschöpfe Gottes«, nicht nur die Menschen, »werden frei von der Knechtschaft der Vergänglichkeit zu der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes.« Was für eine wunderbare Hoffnung für Mensch und Tier! Gemeinsam leiden wir unter dem Diktat der Vergänglichkeit, gemeinsam sollen wir frei werden. Wir sind Lebensgefährten in der Zeit hin zu einem gemeinsamen Ziel. Das gibt auch Tieren ihre Würde, die wir Menschen zu respektieren haben.
     Von solchen Bibelworten wie heute lasse ich mein Bild von Gott und meinen Glauben prägen. Und du?

Gebet: Ja, Herr, wenn ich an meine Lebensjahre zurückdenke, habe ich allen Grund, dich für deine „unermessliche Güte“ zu preisen. Auch was schwierig und hart war, war doch nicht umsonst. Du hast mir geholfen, meine Lasten zu tragen. Das hat meinen Glauben gestärkt. Ja, ich will dich mit allen zusammen loben, mit allen Menschen und allen Tieren. Alles was dir seine Existenz verdankt, auch Pflanzen und Berge, die Erde und alle Sonnen – sie singen dir ein Loblied allein dadurch, dass sie sind. So lobt dich die ganze Schöpfung, auch der kleinste Wurm, selbst ein Sandkorn. Alles zeugt von deiner Größe und Güte, von deiner Kraft und Herrlichkeit. Alles was du geschaffen hast in der Zeit und unter das Gesetz der Vergänglichkeit getan hast, – das alles wirst du auch aus diesem Gesetz erlösen und vollenden zur herrlichen Freiheit der Kinder Gottes. Du bist ein wunderbarer Gott. Wunderbar sind deine Werke. Wunderbar ist deine Liebe. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

Mit Spracherkennung diktiert. Erkennungsfehler bitte melden, sie werden im Internet-Blog korrigiert.
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Alle bisherigen Losungsauslegungen kann man hier im Internet-Blog nachlesen: <http://glaubenswachstum.blogspot.com/>
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Kleine Übung: Nachdem du das gelesen hast, nimm dir noch ein paar Sekunden Zeit und frage dich: Welchen Gedanken will ich behalten? Dann atme ruhig und tief, schließe die Augen und mach dir bewusst: Jetzt, in diesem Augenblick umgibt mich Gott wie die Luft, die ich atme. Er hält mich mit seiner Kraft, wie die Sonne die Erde in ihrer Bahn hält. Er will auch in mir leben, um mir ganz nah zu sein. Ich öffne mich und lass ihn in mir wirken. So von ihm umhüllt und erfüllt, gehe ich meinen Weg.
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 Hans Löhr / Sommersdorf 5 / 91595 Burgoberbach

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