Sonntag, 13. Mai 2018

Von der Kraft des Segens hl

Losung: Der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. 4.Mose 6,25 

LehrtextDie Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen! 2.Korinther 13,13 

Liebe Leserin, lieber Leser,

was wohl die stärkste Kraft auf der Erde ist? Die US-Armee? Eine Atombombe? Ein Erdbeben? … Mein Eindruck ist, die stärkste Kraft auf der Erde sind Worte. Mit ihnen kann man aufbauen und niederreißen, ermutigen und Furcht einjagen, heilen und töten. Eine besondere Kraft steckt , wie ich glaube, in den Worten der Bibel. Manche können wir uns zueigen machen und mit ihrer Kraft andere aufbauen. 
     Ein solches Wort ist die heutige Losung. Sie ist ein Teil des Segenswortes, welches Gott Aaron gegeben hat, damit er die Israeliten segne. Noch heute segnen Menschen, die einen Gottesdienst leiten, damit die Gläubigen. Und obwohl ich selbst diesen Segen tausendmal und mehr gesprochen habe, ist er für mich nie zu einer leeren Floskel geworden. Jedes Mal bin ich mir der Bedeutung bewusst, was es heißt, Menschen zu segnen. Und jedes Mal, wenn ich einen Gottesdienst besuche und gesegnet werde, achtete ich ganz besonders auf diese Worte, lasse sie mir gesagt sein und nehme den Segen mit nach Hause: »Der HERR segne dich und behüte dich; der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; der HERR hebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden!«
     Dieser Segen gehört neben dem Vaterunser zu den beiden wichtigsten Bibelworten, die wir in jedem Gottesdienst sagen oder uns sagen lassen. Das ist auch bei Taufen, Trauungen und Trauerfeiern so. Niemand soll wieder nach Hause gehen, ohne den „Vater im Himmel" um das Wichtigste gebeten zu haben, worum es im Leben und Sterben geht. Und niemand soll wieder gehen, ohne gesegnet zu sein mit Gottes Kraft, Liebe und Nähe. Das Vaterunser hat uns Jesus gegeben, damit wir wissen, wie wir zu jeder Zeit und an jedem Ort beten können (Matthäus 6,9-13). Den Segen hat uns Gott gegeben, damit wir ihn einander weitergeben (4. Mose 6,24-26). Wir können das ganz unspektakulär auch damit tun, indem wir einem anderen Menschen Gutes sagen. Indem Kinder zu ihrer Mutter heute am Muttertag ganz bewusst "danke" sagen und Männer zu ihren Frauen, wie sehr sie sie wertschätzen.     
     Doch es gibt noch andere Segensworte wie das des Apostels Paulus aus seinem zweiten Brief an die Christen in Korinth. Mit diesem Wort segne ich die Gemeinde, bevor ich in einem Kirchengottesdienst die Predigt beginne. Damit sage ich jedem Zuhörer: ‚Jesus Christus wendet sich dir jetzt voraussetzungslos zu. Du hörst jetzt Gottes Wort und seine Auslegung als einer, der von ihm bedingungslos geliebt wird. Du bist nicht allein, sondern gehörst in die Gemeinschaft der Vielen, die Gottes Heiliger Geist stiftet. Als ein solcher Mensch feierst du Gottesdienst, hörst du sein Wort, preist du ihn mit deinen Liedern und bringst du im Gebet vor ihn, was du auf dem Herzen hast. Als ein Mensch, der so gesegnet ist, gehst du wieder nach Hause, wo du lebst und dorthin, wo du arbeitest.'
     Die beiden Segensworte heute haben große Kraft, unser Leben zum Guten zu ändern, die wir sie uns zu Herzen nehmen.

Gebet: Segne mich, Herr, und behüte mich. Lass dein Angesicht über mir leuchten und sei mir gnädig. Erhebe dein Angesicht auf mich und gib mir Frieden. Amen

Herzliche Grüße

Hans Löhr

Mit Spracherkennung diktiert. Erkennungsfehler bitte melden, sie werden im Internet-Blog korrigiert.
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Alle bisherigen Losungsauslegungen kann man hier im Internet-Blog nachlesen: <http://glaubenswachstum.blogspot.com/>
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Kleine Übung: Nachdem du das gelesen hast, nimm dir noch ein paar Sekunden Zeit und frage dich: Welchen Gedanken will ich behalten? Dann atme ruhig und tief, schließe die Augen und mach dir bewusst: Jetzt, in diesem Augenblick umgibt mich Gott wie die Luft, die ich atme. Er hält mich mit seiner Kraft, wie die Sonne die Erde in ihrer Bahn hält. Er will auch in mir leben, um mir ganz nah zu sein. Ich öffne mich und lass ihn in mir wirken. So von ihm umhüllt und erfüllt, gehe ich meinen Weg.
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 Hans Löhr / Sommersdorf 5 / 91595 Burgoberbach

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